D - Vertraue auf den Herrn (Psalm 27 HFA)
22 juli 2026

“Das Leben geht nicht über Rosen“, ist ein Sprichwort, das häufig ausgesprochen wird, wenn jemand Probleme hat oder anfängt zu klagen.


Der eine klagt und stöhnt bei den kleinsten Unannehmlichkeiten während der andere sein oder ihr Leben lang nicht klagt und selbst still und leise die Probleme des Lebens hinnimmt.


Ein Leben ohne zu klagen, sehen wir vor allem in der älteren Generation. „Nicht stöhnen! Nicht klagen! Mach weiter! Geh vorwärts, es kommt alles wieder gut!“, sind Worte die den Kindern mitgegeben sind in Zeiten von Krieg und Armut oder weil es die Eltern ebenso erfahren haben. An allen Ecken und Enden fehlte es in schwierigen Zeiten. Eltern ohne Zeit, Geld und Energie für das Murren der Kinder. Spielzeug gab es nicht oder kaum. Kinder mussten draußen spielen oder sich drinnen mit dem beschäftigen was es gab. Ein emotionaler Druck lag auf den Kindern hervorgerufen durch Krisenzeiten. Alle mussten irgendwie „funktionieren“.


Wie wird Klagen erfahren?


Heutzutage wird für die kleinste Kleinigkeit „Dampf abgelassen“: das Wetter, nicht freundliche Kollegen, Freunde oder Nachbarn oder etwas das nicht gelingt usw. Durch unser Klagen erhalten wir nur allzu schnell Beachtung.


Mittlerweile gilt es als bewiesen, das klagen selbst gesund sein kann. Klagen dient als „Ventil“ für Spannung oder Frustrationen. Es ist dann eher eine Art „Dampf ablassen“. Wir fühlen uns á la Minute erleichtert und atmen auf. Teilen von Problemen (also auch klagen) fördert die soziale Bindung und verstärkt zwischenmenschliche Beziehungen.


Na wie klingt das?? Klagen bindet die zwischenmenschlichen Beziehungen! Die Klage von David fördert also die Bindung zu seinem Gott. David suchte nicht die Bindung zu seinen Mitmenschen. David erzählt dem Herrn von seinen Problemen.


Ist es heutzutage anders? Einerseits entsteht eine Verbindung durch klagen, andererseits kann es zu einem Gewohnheitsmuster werden. Unser Gehirn registriert Klagen als Negativität. Klagen wir zu viel, sucht unser Gehirn nach etwas was verkehrt gehen kann wodurch das Klagen nur noch verstärkt wird. Der Klagende kann in einen Teufelskreis zurechtkommen mit allen möglichen und unmöglichen Folgen. Tja, das klingt gar nicht toll!


Klage von David - Klage von uns


David war kein klagender Mensch. Er war ein Mensch, der mit all seinen Mühen bei Gott kommen konnte. Sicher, er hat Freunde gehabt, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen. Aber als Anführer einer Gruppe von Männern mit ihren Familien oder als König hat David sich stets erst an Gott gewandt.


David hat Zeit seines Lebens Gott vertraut. Darum konnte David den 27. Psalm beginnen mit einem furchtlosen Vertrauen in Gott. Gott ist seine Kraft, sein Schutz, seine Lebensvision (Verse 1 und 3). David bezeugt einen felsenfesten Glauben in den Herrn. Er weiß der Gegner, der Feind, wird fallen. Gott steht an Davids Seite (Vers 2). Es ist Davids größter Wunsch „den Herrn zu sehen“ und „beim Herrn, in dessen Haus, Zuflucht zu finden“ (Vers 4). Was für eine Liebe in und was für ein tiefes Verlangen nach Gottes Nähe erfahren wir in Davids Worten.


Ab dem 7. Vers erzählt David Gott ganz deutlich, dass trotz des großen Vertrauens die Dinge einfach nicht nach seinen Vorstellungen laufen. David wendet sich persönlich an Gott. Dort, wo in den ersten Versen noch über Gott gesprochen wird, wendet David sich in den Versen 7 bis 13 direkt mit seinen Klagen an Gott. Es fühlt sich an als ob der Himmel geschlossen ist. Hat David einen Fehler begangen? Menschen haben ihn verlassen. Hat Gott sich ebenfalls abgewendet???


In dieser Situation kann die Abwärtsspirale seinen Anfang finden: Niemand hört, niemand hört zu! Unser Gehirn empfängt nur die Einsamkeit. Was nun? Hilflosigkeit macht den Weg frei und eine Kontrolle von außen (in negativem Sinn) wird möglich. Die Eigenverantwortung verwischt, ja, verschwindet selbst. Außenstehende sind gezwungen die Probleme zu lösen.


David dagegen lässt nicht zu, dass sich Hilflosigkeit oder Einsamkeit einen Weg in sein Herz bahnt! Der Feind hat nicht, nein niemals, das letzte Wort! David klammert sich fest an seinen Glauben!


“Vertraue auf den Herrn“, sagt David zu sich selbst und zu uns. „Vertraue auf den Herrn“. David weiß, dass er Gott wieder loben wird. Das Lied beginnt mit einem Lobgesang und mit Vertrauen in Gott. Das Ende des Liedes will ihn und uns anspornen zu warten, zu vertrauen. Gott wird David stärken. In allem Elend und in allen Mühen ist David niemals allein. Ja, der Mensch meint zu fühlen und zu wissen, dass Gott nicht zuhört und nicht nahe ist. Das ist jedoch keineswegs Realität!


Genau wie David damals können wir aus den Erinnerungen an Gottes Treue zu Seinem Volk Israel schöpfen und an Gottes Treue zu den Menschen heute.


Klagen kann leider resultieren in eine bösartige Spirale von Einsamkeit und Negativität in leben, denken und fühlen. Klagende Menschen werden allein gelassen, weil sie zu viel Negativität verbreiten.


David ist sich bewusst, dass Gott bei ihm war, ist und immer sein wird. Die Güte und Liebe Gottes bringt David zurück von der demütigen Position des Beschwerdeführers zu der erhabenen Position des geliebten Kindes von Gott. David vertraut und liebt Gott.


Wichtig ist heute, sich, wie David, bis zu zweimal daran zu erinnern, unser Vertrauen in den Herrn zu stellen. Vertrauen ist gleichzusetzen mit Warten auf den richtigen Zeitpunkt. Wir realisieren uns außerdem, dass wir stark sind mit Gottes Hilfe und ein mutiges Herz erhalten. Menschen in jeder Zeit und in jeder Situation erfahren durch Davids Loggesang Unterstützung von und durch Gott. Und zwar in jedem Moment durch die Jahrhunderte und in jedem Moment unseres Lebens.


Welche Situation belastet Sie? Können Sie mit mir zusammen den Psalm 27 singen trotz ihrer momentanen Situation (Problemen, Klagen)?

Wollen Sie mir davon erzählen? Melden Sie sich gerne.


• Psalm 27: Vertrauen in Gott. Ein Psalm Davids.



1Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Bei Ihm bin ich geborgen wie in einer Burg. Vor wem sollte ich noch zittern und zagen?

2Wenn mich gewissenlose Leute in die Enge treiben und mir nach dem Leben trachten, wenn sie mich bedrängen und mich offen anfeinden – am Ende sind sie es, die stürzen und umkommen.

3Selbst, wenn eine ganze Armee gegen mich aufmarschiert, habe ich dennoch keine Angst. Auch wenn sie einen Krieg gegen mich beginnen, bleibe ich ruhig und zuversichtlich.

4Um eines habe ich den HEERN gebeten; das ist alles was ich will: Solange ich lebe, möchte ich im Haus des HERRN bleiben. Dort will ich erfahren, wie freundlich der HERR ist, und still nachdenken in seinem Tempel.

5Er bietet mir Schutz in schwerer Zeit und versteckt mich in seinem Zelt. Er stellt mich auf einen hohen Felsen,

6unerreichbar für meine Feinde ringsumher. In seinem Heiligtum will ich Opfer darbringen, voll Freuder für den HERRN singen und musizieren.

7Hoere mich, HERR, wenn ich rufe! Hab Erbarmen mit mir und antworte.

8Ich erinnere mich, dass du gesagt hast: „Suche meine Nähe!“ Das will ich jetzt tun und im Gebet zu dir kommen.

9Verbirg dich darum nicht vor mir, stoße mich nicht im Zorn zurück! Ich diene dir, und du hast mir bisher immer geholfen. Gib mich nicht auf, verlass mich nicht, du mein Gott und mein Retter!

10Selbst wenn Vater und Mutter mich verstoßen, nimmst du, HERR, mich dennoch auf.

11Zeige mir, was ich tun soll. Führe mich auf sicherem Weg, meinen Feinden zum Trotz.

12Liefer mich nicht ihrer Rachgier aus! Falsche Zeugen verklagen mich, sie speien Gift und Galle.

13Ich aber bin gewiss, dass ich am Leben bleibe und sehen werde, wie gut es Gott mit mir meint.

14Vertraue auf den HERRN! Sei stark und mutig, vertraue auf den HERRN. (Hoffe auf den HEERN, sei stark, und dein Herz fasse Mut – Ja, hoffe auf den HEERN!)


door duda-wsm • 5 oktober 2026
Etwa 400 Jahre nachdem Josef die gesamte Familie seines Vaters (das waren etwa 70 Personen) nach Ägypten geholt hat, wird ein kleiner Junge geboren. Er wird Mose genannt. Josef brachte seine Familie vor einer Hungersnot in Kanaan in Sicherheit. Mittlerweile ist die damalige Familie zu einem großen Volk gewachsen. Von ehemals freien Menschen ist ein unterdrücktes Volk geworden. Sie sind nun Sklaven des Pharaos. In dieser Zeit wurden alle Jungs von zwei Jahren und jünger getötet. Der Pharao hatte große Angst vor diesem großen Volk. In diese schwierige Zeit wird Mose geboren. Als Jude geboren aus dem Stamm Levi (einer von Josefs Brüdern). Er wird durch die Tochter des Pharaos als Sohn angenommen. Die ersten Jahre seines Lebens darf er bei seiner bluteigenen Familie leben. Er lernt die Gebräuche und Sitten seines jüdischen Volkes kennen. Und natürlich den Glauben in den „einen“ Gott. Danach lebt er im Hause des Pharaos. Hier erfährt er alles über die ägyptische Ideologie und den ägyptischen Glauben. Sein Volk vergisst er nicht. Er beobachtet sie genau. Sollte er in den Jahren als Ägypter viel über seine Vorfahren, Ihren Glauben und ihren Gott erfahren haben? Die Bibel ist hierin undeutlich. Jeder kann und darf diese Frage für sich selbst beantworten. Erst als er mit etwa Vierzig Jahren einen Ägypter tötet, weil er einem Juden helfen möchte, muss er fliehen. Im Land Midian kommt er unter. Vierzig Jahre hütet er die große Schafherde seines Schwiegervaters. Sein Schwiegervater, Jethro, ist Priester der Midianiter, die verschiedenen Götter, darunter Baal und Astarte (eine Fruchtbarkeitsgöttin), anbeten. Im Land Midian sieht er eines Tages einen brennenden Dornbusch. Er beschließt diesen brennenden, aber nicht verbrennenden Busch, von nahem zu betrachten. Moses Berufung Das ist nun der Moment an dem Gott Moses anspricht. Er lernt den Gott seiner Ahnen kennen. Die Bibel teilt uns das folgende mit: 2 Dort erschien ihm der Engel des HEERN in einer Flamme, die aus einem Dornbusch schlug. Als Mose genauer hinsah, bemerkte er, dass der Busch zwar in Flammen stand, aber nicht niederbrannte. 3 “Merkwürdig”, dachte Mose, “warum verbrennt der Busch nicht? Das muss ich mir aus der Nähe ansehen”. 4 Der HERR sah, dass Mose sich dem Feuer näherte, um es genauer zu betrachten. Da rief er ihm aus dem Busch zu: “Mose, Mose!” ”Ja, Herr“ (Hineni), antwortete er. 5 „Komm nicht näher!“ befahl Gott. „Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden” (Exodus 3:2-5, HFA) Zweimal sagt Gott: Mose, Mose! – Gott bestätigt die Berufung von Mose in dem zweimaligen nennen seines Namens. Gott ist heilig Gott sagt: „Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden!” Gott ist heilig. Wusste Mose das? Wissen wir es heutzutage? Wir singen von Gottes Heiligkeit, wir bekennen es, wir glauben es. Wir wissen es! Aber: Realisieren wir es uns wirklich? Achtzig Jahre lebte Mose ohne Gott. Er hat viel über andere Religionen und Lebens-anschauungen gelernt. Und trotzdem lässt er zu, dass der lebende Gott seiner Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob zu ihm spricht und ihn dazu beruft, ein Anführer von Gottes Volk zu werden. Mose wird heilig, weil er auf heiligem Boden steht. Mose lebt ab diesem persönlichen Treffen in Gottes Nähe. Vierzig Tage darf er auf dem Berg Horeb in Gottes Gegenwart zubringen. Mit einem strahlend weißen Gesicht kommt er wieder im Tal bei den Menschen an. Mose ist erfüllt vom Heiligen Geist. Er trägt Gottes Heiligkeit aus: Dem Volk bringt er die zehn Gebote. Er lebt eine intime Beziehung zu dem Gott seiner Vorfahren. Er ist dem Volk ein Anführer in allen Schwierigkeiten. Die Menschen werden Zeugen von Mose Leben und seinem Leben mit diesem Gott. Der Gott, der beruft, der heilig und treu ist. Beziehung Mensch - Gott Wie ist es mit uns heute? Ist die Geschichte von Mose, dem brennenden Dornbusch und der Heiligkeit Gottes heute noch relevant? Ziehen wir die Schuhe aus, weil wir in Gottes Gegenwart stehen? Sind wir uns der Gegenwart Gottes um uns herum und vor allem in uns wirklich bewusst? Gott unterhält seit Beginn der Schöpfung eine Beziehung zu den Menschen. Mit der Hilfe von Mose führte hat er das Volk aus Ägypten und aus der Sklaverei. Er teilte das Wasser, um das Volk auf trockenem Boden durch das Meer zu führen. Er leitete das Volk über Tag durch eine Wolkensäule und in der Nacht durch eine Feuersäule. Er wohnte in der Stiftshütte, inmitten des Volkes. Doch er wohnte nicht „im” Menschen, so wie er es heute in uns tun kann. Sie alle hatten eine Beziehung zu Gott und konnten „Hineni“ (Siehe, hier bin ich) sagen. Aber Gott blieb außerhalb des Menschen. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Menschen, die mit Gott gingen. Josua, die Richter, Propheten, Könige, Bauern wie Amos und ganz gewöhnliche Menschen. Immer wieder geht Gott eine Beziehung zu einem Menschen ein, und bleibt doch außerhalb von ihm… Bis zu dem Tag an dem Jesus geboren wird. Jesus lebt in unmittelbarer Nähe zu Gott oder bei Gott. Er ist der vollkommene Sohn Gottes. Gott lebt in Jesus. Jesus tut alles, was sein Vater tut. Und was immer Jesus seinen Vater tun sieht, das tut Jesus auch. Vater und Sohn verbindet eine innige Beziehung. Jesus ist heilig, so wie auch der Vater heilig ist. Diese Beziehung dient als Beispiel dafür, wie wir heute mit Gott leben können. Jesus setzte Gottes Plan mit seiner Schöpfung um: Er zeigte den Menschen, wer Gott ist, wozu er fähig ist und was er zu tun beabsichtigt. Jesus veranschaulichte, wie eine Beziehung zu Gott gelebt wird. Das Neue Testament liefert uns Informationen, Hilfen und Erklärungen, die zeigen, dass Gott seine Schöpfung liebt (was natürlich auch das Alte Testament tut). Und das Gott Liebe ist! Das Gott treu ist! Jesus erleidet großes Leid, Ungerechtigkeit und Verfolgung. Er geht ans Kreuz, um unsere Beziehung zu Gott wieder herzustellen. Gott musste dem Bösen begegnen, indem Er zuließ, dass Jesus litt und indem Er Seinen Sohn in den Tod sandte. Durch seine Liebe bewirkte Gott, dass Jesus auferstand und in den Himmel auffuhr. Dies ermöglicht es uns, den Heiligen Geist zu empfangen. Mose wird heilig, weil er auf heiligem Boden steht. Jeus ist heilig, weil er Gottes Sohn ist. Wir werden heilig, weil wir den Heiligen Geist empfangen. Sowohl Mose als auch Jesus fordern Gottes Volk (und dazu gehören auch wir!) auf, die Schuhe auszuziehen. Wir stehen auf heiligem Boden. Wir stehen nicht nur auf heiligem Boden! Nein, wir „sind“ heiliger Boden. Gott ist in uns. Das macht uns heilig! Wie gehen wir mit diesem Gedanken um? Verstehen wir wirklich, dass wir als Kinder Gottes heilig sind? Sind wir uns bewusst, dass es nicht um unseren Willen, unsere Meinung, unser Wissen oder unsere Gefühle geht? Gott lässt niemals los, was seine Hände begonnen haben. Das ist eine Verheißung! Darum geht es! Lass dies zu einem wichtigen Gedanken in deinem Leben und auf deinem Weg mit Gott werden. Gott wünscht sich eine innige Beziehung zu uns Menschen. Die Bibel offenbart Gottes Liebe zu denjenigen die in einer Beziehung zu Ihm stehen: Man denke an David, der als ein Mann nach Gottes Herzen bezeichnet wird; an Mose, der Gottes Stimme hörte und als Mittler alles an das Volk weitergab; und an Josef, der seiner Familie nach Ägypten vorausging und als Vizekönig für all ihre Nachkommen in Goschen sorgen konnte. Nirgends in der Bibel steht, dass Gott seinen Plan für und mit der Menschheit aufgegeben hat. Im Gegenteil, in Offenbarung 21: 3-5a besagt sogar: 3 Eine gewaltige Stimme hörte ich (Johannes) vom Thron her -rufen: „Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst in ihrer Mitte leben. 4 Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei“. 5a Der auf dem Thron saß, sagte: „Siehe doch, ich mache alles neu!” Gott möchte, dass wir seine Kinder sind! Gott ruft uns dazu auf, eine innige Beziehung zu ihm zu leben. Zu unserem eigenen Segen und zum Segen unserer Mitmenschen. Gott heiligt uns, so wie Er heilig ist. Ziehe deine Schuhe aus! Manchmal muss man dieses wortwörtlich nehmen und ein anderes Mal im übertragenen Sinne. Denn durch die Beziehung zu Gott stehen wir in seiner heiligen Gegenwart. Durch die Beziehung zu Gott haben wir das Vorrecht, in Abhängigkeit von ihm zu leben. Erhebe die Arme und richte den Blick auf Gott. Lass Gott in dir wohnen! Und wisse, glaube und nehme an: Wenn Gott in dir ist, dann bist du heilig! Bist du bereit, Gottes Heiligkeit und deine eigene Heiligkeit anzunehmen und sie zu leben? Bist du bereit, deine Schuhe auszuziehen? Im wörtlichen und im übertragenen Sinne?  Welche Gedanken kommen in dir auf? Teile sie gerne mit mir: Waltraud@chosen-gg.net .
door Waltraud • 5 oktober 2026
Zo’n 400 jaar nadat Jozef het gezin van zijn vader Jakob (ongeveer 70 mensen) naar Egypte gebracht heft, wordt een kleine jongen geboren. Zijn naam is Mozes. Jozef heeft zijn familie in veiligheid gebracht voor de hongersnood in Kanaän Het gezin is inmiddels tot een groot volk gegroeid. Zij zijn door de jaren heen van vrije mensen tot slaven of onderdrukten geworden. Destijds moesten alle jongens van twee jaar en jonger gedood worden omdat de farao het grote volk van de Joden vreesde. In deze nare tijd wordt dus Mozes geboren. Als Jood wordt hij geboren uit het nageslacht van Levi. Als zoon aangenomen door de dochter van de farao mag hij voor een paar jaar opgroeien bij zijn joodse gezin. Hier leert en leeft hij het joodse geloof. Daarna leeft hij onder het dak van de farao. Hij leert alles wat met de Egyptische ideologie en geloof te maken heeft. Desondanks vergeet hij niet om zijn eigen volk te observeren. Heeft hij in deze jaren als een Egyptenaar veel mogen ervaren over zijn voorouders, hun geloof en hun God? Het blijft onduidelijk. Iedereen mag het zelf beantwoorden. Pas toen hij met ongeveer veertig jaar oud een Egyptenaar dood om een Jood te helpen moet hij vluchten. In het land Midian vindt hij onderdak en familie. Hij leeft veertig jaar als herder van een grote kudde in het huis van zijn schoonvader Jethro, een priester van de Midianieten. Zij aanbidden diverse afgoden, waaronder Baäl en Astarte (vruchtbaarheidsgoden). In het land Midian ziet hij op een dag een brandende doornstruik. Hij besluit deze brandende en toch niet verbrandende struik nader te bekijken. Mozes’ roeping Dit is Gods moment om Mozes te roepen en voor Mozes om de God van zijn voorouders te ontmoeten. De Bijbel zegt het volgende: “ 2 En de Engel van de HEERE verscheen hem in een vuurvlam uit het midden van een doornstruik. Hij keek toe, en zie, de doornstruik brandde in het vuur, maar de doornstruik werd niet verteerd. 3 Mozes zei: Laat ik nu naar dat indrukwekkende verschijnsel gaan kijken, waarom de doornstruik niet verbrandt. 4 Toen de HEERE zag dat hij ging kijken, riep God tot hem uit het midden van de doornstruik en zei: Mozes, Mozes! Hij (Mozes) zei: Zie, hier ben ik (Hineni)!” 5 En God zei: Kom hier niet dichterbij. Doe uw schoenen van uw voeten, want de plaats waarop u staat, is heilige grond.” (Exodus 3:2-5 HSV) Twee keer zegt God: Mozes, Mozes! – God bevestigt Mozes roeping door twee keer zijn naam te noemen! God is heilig God zegt: “Doe uw schoenen uit, want je staat op heilige grond!” God is heilig. Wist Mozes dit? Weten wij het vandaag? Wij zingen dit, wij belijden het, wij geloven het. Wij weten het. Maar: Beseffen wij het? Tachtig jaar heeft Mozes zonder God geleefd, veel van andere religies en levensvisies geleerd. Toch laat hij toe dat de levende God van zijn voorouders Abraham, Izak en Jakob tot hem spreekt en hem roept tot een leider van Gods volk. Mozes wordt heilig omdat hij op heilige grond staat. Mozes leeft vanaf dat moment een leven in de nabijheid van God. Hij mag veertig dagen met God op de berg Horeb doorbrengen en komt met een stralend wit gezicht en haar weer naar beneden. Mozes is vervuld met de Heilige Geest van God. Hij draagt Gods Heiligheid uit door de tien geboden te geven, door een nauwe relatie met God en door het volk een leider te zijn in alle omstandigheden. Het volk is getuige van Mozes’ leven en wandelen met deze God! De God die roept, die heilig is en trouw is. Relatie mens - God Hoe is het met ons vandaag? Is het verhaal van Mozes, de brandende doornstruik, de heiligheid Gods nog actueel? Trekken wij onze schoenen uit omdat wij in Gods aanwezigheid staan? Zijn wij ons wel bewust van Gods aanwezigheid rondom ons en vooral in ons? God heeft een relatie gekend met de mensen vanaf het scheppingsbegin. Hij heeft met behulp van Mozes het volk uit Egypte en uit de slavernij geleidt. Hij heeft water gespreid om het volk droogvoets door de zee te leiden. Hij heeft het volk overdag met een wolkkolom en in de nacht door een vuurkolom geleid. Hij heeft in de Tabernakel gewoond, te midden van het volk. Maar nog niet in de mens, zoals het nu in ons kan. Ze hadden allemaal een relatie met God en mochten “Hineni (Zie, hier ben ik)” zeggen. Maar God stond buiten de mens. Steeds weer waren er mensen in de geschiedenis die met God wandelen. Jozua, de richters, profeten, koningen, boeren als Amos en mensen uit het volk. Steeds heeft God relaties met een mens, buiten de mens... Totdat Jezus geboren wordt Jezus leeft dichtbij of dicht met God. Hij is de ultieme Zoon van God. God leeft in Jezus. Jezus doet alles wat Zijn Vader doet. En wat Jezus Zijn vader ziet doen, doet Jezus. Vader en Zoon hebben een intieme relatie. Jezus is heilig, zoals de Vader heilig is. Deze relatie is een voorbeeld voor hoe wij nu met God kunnen leven. Jezus heeft Gods plan met Zijn schepping doorgevoerd: Hij heeft aan de mensen laten zien wie God is, wat Hij kan en wat Hij wil doen. Jezus heeft getoond hoe een relatie met God geleefd wordt. Het Nieuwe Testament geeft ons informatie, middelen en uitleg dat God van Zijn schepping houdt (Het Oude Testament ook, hoor). Dat God liefde is! Dat God trouw is! Jezus ondergaat veel smarten, onrecht en vervolging. Hij gaat aan het kruis om voor ons de relatie met God weer recht te zetten. God moest afstand doen van het kwaad door Zijn Zoon te laten lijden en in de dood te sturen. God heeft door zijn liefde gezorgd dat Jezus opstaat en weer opstijgt tot de hemel. Dit maakt het mogelijk dat wij de Heilige Geest ontvangen. Mozes wordt heilig, omdat hij op heilig grond staat. Jezus is heilig omdat Hij Gods Zoon is. Wij worden heilig omdat wij de Heilige Geest ontvangen. Beiden, Mozes en Jezus, vragen het volk van God (dus ook ons!) om de schoenen van de voeten te doen. Wij staan op heilige grond. Wij staan niet alleen op heilig grond. Nee, wij zijn heilig grond. God is in ons. Dat maakt ons heilig. Hoe gaan wij met deze gedachte om? Begrijpen wij wel dat wij als kind van God heilig zijn? Beseffen wij dat het niet om onze wil, onze mening, onze kennis of onze gevoelens gaat? God laat nooit los, wat Zijn handen begonnen zijn. Dat is een belofte! Daarom gaat het! Laat dit een belangrijke gedachte zijn in je leven en omgaan met God. God wil een intieme relatie met ons mensen. De Bijbel ontvouwd Gods liefde voor de mensen, die met Hem in relatie staan: Denk aan David, die een man naar Gods hart genoemd wordt. Mozes, die Gods stem verstond en alles als middelaar aan het volk doorgegeven heeft. Jozef, die zijn familie naar Egypte voorging en als onderkoning alle nakomelingen in Gosen kan onderhouden. Het wordt nergens in de Bijbel genoemd, dat God gestopt is met Zijn plan voor en met de mensen. Nee, in Openbaring 21: 3-5a staat zelfs: “ 3 En ik (Johannes) hoorde een luide stem uit de hemel zeggen: Zie, de tent van God is bij de mensen en Hij zal bij hen wonen, en zij zullen Zijn volk zijn, en God Zelf zal bij hen zijn en hun God zijn. 4 En God zal alle tranen van hun ogen afwissen, en de dood zal er niet meer zijn; ook geen rouw, jammerklacht of moeite zal er meer zijn, Want de eerste dingen zijn voorbijgegaan. 5a En Hij die op de troon zit, zei: Zie, Ik maak alle dingen nieuw.” God wil dat wij Zijn kinderen zijn! God vraagt ons om een intieme relatie met Hem te leven. Tot zegen van ons en van onze medemensen. God maakt ons heilig, zoals Hij heilig is. Trek je schoenen uit! Soms moet je het letterlijk en soms figuurlijk toe passen. Want jij staat door jouw relatie met God in Zijn heilige aanwezigheid. Jij mag door je relatie met God in afhankelijkheid van God leven. Strek je armen omhoog, houd je hoofd omhoog richting God. Laat God in je zijn! En weet, geloof en aanvaard: Is God in jou, ben jij heilig! Ben jij bereid om Gods heiligheid en je eigen heiligheid te aanvaarden, uit te leven? Ben jij bereid om je schoenen uit te doen? Letterlijk en figuurlijk???  Wat spreekt jou aan of niet aan? Wil je het met mij delen via Waltraud@chosen-gg.net .