Vor kurzem las ich einen Artikel über Mentale Stärke. Es bezieht sich auf meine Grundhaltung oder Einstellung. Die Frage, wie kann ich als Mensch in meiner eigenen Grundhaltung stark werden, wird behandelt.
Grundlage des Artikels ist das 4-C-Modell von Prof. Peter Clough aus dem Jahr 2012. Es geht um Kontrolle, Hingabe, Herausforderungen und Vertrauen.
Modell aus der weltlichen Sicht. (Siehe das Bild unter diesem Blog)
Kontrolle (Control) bedeutet in dem Model, das die Person das Gefühl hat, Kontrolle über das eigene Leben und alle Umstände zu haben, einschließlich der Emotionen und des Lebenssinns.
Durch Hingabe (Commitment) bin ich als Mensch bereit, Ziele zu setzen, daran festzuhalten oder gegebene Versprechen zu halten.
Der eigenen Motivation unterliegt den Herausforderungen, (Challanges) die ich aktiv annehme oder angehe.
Das Selbstvertrauen (Confidence) befähigt, persönlichen Überzeugungen zu leben und umzusetzen.
Das Modell beschreibt den Menschen als jemanden der auf Grund seiner Kontrolle und Hingabe Widerstandkraft (Resilienz) erfährt. Widerstandskraft (und Anpassungsfähigkeit) ist hierbei die Fähigkeit oder die Möglichkeit nicht nur in unerwarteten Situationen, sondern selbst danach, gut zu können funktionieren oder zu bleiben funktionieren.
Jedoch: Das Leben ist anders:
Der Gedanke die Situation zu kennen bedeutet in keiner Weise das sie so ist, wie sie eingeschätzt wird. Unser Handeln kann darum falsch sein oder ein falsches Resultat bringen.
Wir sind als Menschen nicht geschaffen, um für uns selbst zu kämpfen.
Kontrolle zu haben und zu halten, bedeutet, einen ständigen geistigen Kampf zu erfahren. Eine Änderung sollte bei der Kontrolle der Emotionen in dem Modell beschrieben werden. Es geht darum das die Person nicht abgelenkt wird durch die eigenen Emotionen. Dies ist ein Kampf der sich in unserem Kopf, besser gesagt, in unserem Denken, abspielt.
Wir können diesen Kampf nicht gewinnen, wenn wir nicht einen Helfer an unserer Seite haben. Es ist schwierig einen Kampf, der sich außerhalb unseres eignen Ichs abspielt zu gewinnen.
Veränderungen finden nur statt, wenn wir einen starken Helfer haben, der ohne wenn und aber an unserer Seite bleibt. Die Mitmenschen sind kaum dazu in der Lage. Jeder hat seine eigenen Schwierigkeiten mit dem eigenen Streit umzugehen und kann sich selten auch noch um andere kümmern.
Wir können versuchen im Leben, in unseren Lebensumständen, den Emotionen und dem Lebenssinn, Kontrolle zu haben. Leider lässt sich selbst in der Kontrolle das Gefühl nicht ausschalten. Das Gefühl kommt aus unserem Inneren, dem Herzen. Unser Herz ist nicht umsonst geschaffen um in der Mitte unseres Körpers zu sein. Es ist unser Mittelpunkt, der Lebensmittelpunkt. Das Schlagen des Herzens unterliegt nicht unserer Kontrolle.
Für mich fehlt in diesem Modell der Schöpfer des Lebens, der Pflanzen- und der Tierwelt, der Erde und des Universums. Er ist derjenige der an der Seite seiner Geschöpfe (den Menschen) steht. Er ist die Kraftquelle die uns Kraft (Waffenrüstung) gibt für den geistigen Kampf. Durch die Jahrhunderte haben wir Menschen erfahren, dass wir nichts sind ohne den Schöpfer. Noch immer ist der Kampf um unsere Gedanken ein Kampf auf geistiger Ebene. Ich kann diesen Gedanken mitgeben: Glaube es oder glaube es nicht, aber dieser Kampf macht es schwierig.
Es ist ganz einfach:
Gott ist derjenige der uns mental stärkt. Und das vor allem in unseren geistigen Streitereien. Durch Hingabe an Gott erfahren wir, dass er die Hilfe und der Rückhalt ist. Er ist derjenige der uns hilft so zu werden, wie er uns geschaffen hat. Er ist es der uns in unseren Herausforderungen zur Seite steht damit wir nicht untergehen. Anpassungsfähigkeit ist in der heutigen Welt unmöglich. Die Schnelllebigkeit der Technik - der zu treffenden Entscheidungen, die innerhalb von kurzer Zeit schon wieder überholt sind - überholt uns Menschen. Zum anderen ist es so, dass es eine Gegenpartei in der geistigen Welt gibt. Es ist der Teufel. Suchen wir aktiv Herausforderungen, dann könnte er es sein, der uns ein Bein stellt. Er hilft nicht, er lässt uns fallen!
Sobald ich als Mensch beginne mein Vertrauen in Gott zu setzen anstelle in meine eigene Person, werde ich feststellen, dass ich vieles kann, weil ich den Helfer an meiner Seite habe. Der Helfer ist der Schöpfer der Welt und nicht der Herrscher in der Welt. Gott ist mein Retter, mein Helfer, meine Kraft und meine Orientierung. Die Bibel gibt hier Zeugnis von: „Und doch ist es Gott alleine, der beides in euch bewirkt: Er schenkt den Willen und die Kraft“ (Philipper 2:13) oder „Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Markus 10,27).
Mental stark werden kann alleine mit und in Gott. Denn in einem kranken Körper wohnt ein kranker Geist. Im Umkehrschluss heißt das: In einem starken Körper wohnt ein starker Geist. Ich wünsche jedem Leser, dass er das wahre Glück erhält. Ein Glück wie es im ersten Psalm beschrieben wird. Ein Glück das wir erhalten, wenn wir dem schmalen Weg anstelle des breiten Weges im Leben folgen.
Nachfolgend das Modell der mentalen Stärke aus der Sicht einer gelebten Beziehung mit Gott:
Modell für ein Leben mit Gott. (Siehe das Bild unter diesem Blog)
Gott ist voller Gnade und will uns unterstützen, beistehen und helfen. Wir brauchen ihn in unserem Leben mit all den Hindernissen, Herausforderungen, Kontrollen und unseren Emotionen. Gott kann ein Teil von uns werden, so dass Kontrolle, Hingabe, Herausforderungen und Vertrauen eine feste Grundlage in unserem Herzen erhalten.
Kann ich ihnen beistehen, um zusammen mit Gott mental stark zu werden?



